Das Gefuehl bis jetzt anhaltender Verwunderung, begann sich bereits Mitte November bei mir zu etablieren.
Als die Schule im November wieder anfing, habe ich damit begonnen, morgens zu fuss meinen Schulweg zu bestreiten und natuerlich nachmittags auf diese Art auch wieder zurueck zu kehren. Ich wurde immer von den gleichen Securitymenschen angebaggert, beaeugt und nachgerufen und sah auch fuer geweohnlich meine geliebte Strassenfrau.
Der Bruch der nach zwei Wochen erlangten Normalitaet, war der Aufbau diverser Weihnachtsdekogegenstaende vor und in den Malls und Hotels, sowie im Skywalk, welchen ich immer zu benutzen pflegte. Ueberdies hinaus wurde man fortan pausenlos mit englischer Weihnachtsmusik beschallt. Die wirklich ausgefallenste Weihnachtsdeko hatte die Amarin Mall. Auf dem Vorhof war ein monstroeser Schuh aufgebaut, welcher von Rentieren gezogen wurde, sowie diverse uebergrosse Teddybaeren, SPiegel und Kitsch. Vor der Central World Mall stand ein riesiger Weihnachtsbaum und Nussknackerfiguren (und mehr). Ich habe mir sagen lassen der Weihanchtsbaum im letzten Jahr war rosa und die Deko serh viel monstroeser, aber es muss ja gespart werden. Die lausigste Weihnachtsaufmachung war bei Lamborgini im Siam Paragon zu bewundern (Siehe Foto). Im grossen und ganzen kann man sagen, dass die Weihnachtssachen hier sehr viel ausgefallener sind als bei uns zu Hause, wie man auf den Fotos bewundern kann. Mich haben da besonders die Grossaugigen Puppenkoepfe im Siam Paragon beeindruckt. Nicht zu vergessen ist auch das unglaubliche Lichtermeer, in dem Bangkok zur Weihnachtszeit erstrahlt. Ich moechte gar nicht wissen wie viele Baht da konkret draufgehen... vor Allem da wirklich niemand Weihnachten feiert. Neee im ernst. Meine Schulkollegen hatten Pruefungen und ansonsten ist es ein stinknormaler Arbeitstag.
In meinem neuen zu Hause, ist die Weihnachtsdeko auch wirklich nicht von schlechten Eltern. die Aussenseite strahlt, um den Pool die Palmen und anderen Baeume erstrahlen in allen Farben und blinken um die Wette. Die meisten Dekorationsartikel haben wir einen Tag vor Weihanchten gekauft, und das Anbringen der Dekoration begann ca. drei Tage vor Weihnachten. Am 24. selbst, als ich mich auf zum Siam machen wollte, um meine Freunde zu treffen, begegneten mir unten zwei Lieferanten mit diversen Paketen. In den Paketen steckte in seine Einzelteile zerlegt ein gut zweieinhalb Meter grosser, weisser, glaenzender, kuenstlicher Weinachtsbaum, den ich abends in voller Pracht bewundert habe. Ich persoenlich habe mich an Weihnachten mit einigen Austauschschuelern getroffen, habe Eis gegessen, bin Schlittschuhgelaufen und habe abends schliesslich Sherlock Holmes im Kino geguckt. Ein im Grossen und Ganzen recht unspektakulaeres Weihnachtsfest. Ach ja und ich habe Kartoffelsalat gemacht. Zwei Kilo Kartoffeln sind dabei draufgegangen und er wurde komplett aufgegessen. Zu meiner Ueberraschung hat er auch hargenau wie zu Hause geschmeckt. Gestern am 27. Dezember als ich von der Weihnachtsparty einer Austauschschuelerin heimkehrte, begegbete mir nun auch noch Innenweihnachtsdekoration abgesehen von dem zweieinhalb Meter Plastigweihnachtsbaum natuerlich. Da wurde anscheinend nachtraeglich noch aufgeruestet. Es handelt sich dabei um Lametta, das wild durch den Raum gespannt wurde und an dem Cornflakeskorb auf dem Esstisch gebunden ist verziert mit Kugeln glaube ich. Nun denn.
Ich wurde hauefiger gefragt, wie denn Weihnachten hier in Thailand ist, ob man feiert, wie man feiert und wie es sich anfuehlt. Nunja Weihnachten in Thailand ist ein wenig wie ein Abenteur fuer sich und ich finde auch auesserst komisch. Es gibt so viel Deko, obwohl man gar nicht feiert. Meine Gastfamilie hat auch gar nicht gefeiert. Es gab auch keine Geschenke, fuer mich jedenfalls nicht. Am Vortag vor Weihnachten wurden irgendwie Geschenke gekauft, ich weiss allerdings nicht fuer wen. Ach und meine Gastmutter hat eine Unmenge Geld bei Madame Heng, einem Seifenladen, ausgegen, um Seife fuer ihre Rotaryfreunde zu kaufen. Einige Austauschschueler haben auch Geschenke von ihren Familien bekommen wie Kleidung oder Geld. Aber ich kann mich einfach noch nicht sattwundern an dem Bangkoker Weihnachten, das ueberall present ist, aber von keinem gefeirt wird.
Montag, 28. Dezember 2009
Weihnachten in Thailand โดยเฉพาะแทวกรุงเทพฯ
Montag, 28. Dezember 2009
6
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Bangkok,
Weihnachten
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Vogel
Mittwoch, 2. Dezember 2009
2
Heute Morgen auf dem Weg zur Schule habe ich etwas wichtiges uebersehen, als ich ganz gemuetlich chillend meiner Wege ging.
Auf dem Gehweg lag ein toter Vogel. Ich war so in meine Musik vertieft und musst der einen Obdachlosen, die immer an der Stelle auf dem Boden sitzt ausweichen, sodass ich voll auf den Vogel draufgetreten bin.
Als ich schon einige Schritte weiter war, ist mir erst aufgefallen, dass da irgendwie etwas geknurbst hat. Ich war wie gesagt in Gedanken. Und als ich mich dann umdrehte um die Ursache des ungewoehnlichen Gehgefuehls zu ergruenden, lag dort besagter toter Vogel.
Mittags war er dann weg. Ich frage mich ernsthaft, ob da jemand Hunger gehabt hat.
Auf dem Gehweg lag ein toter Vogel. Ich war so in meine Musik vertieft und musst der einen Obdachlosen, die immer an der Stelle auf dem Boden sitzt ausweichen, sodass ich voll auf den Vogel draufgetreten bin.
Als ich schon einige Schritte weiter war, ist mir erst aufgefallen, dass da irgendwie etwas geknurbst hat. Ich war wie gesagt in Gedanken. Und als ich mich dann umdrehte um die Ursache des ungewoehnlichen Gehgefuehls zu ergruenden, lag dort besagter toter Vogel.
Mittags war er dann weg. Ich frage mich ernsthaft, ob da jemand Hunger gehabt hat.
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Vogel
Sonntag, 29. November 2009
Ratten und eine alte Bekanntschaft
Sonntag, 29. November 2009
7
Mein erstes Lebenszeichen hier seit gut einem Monat hat Ratten zum Thema.
Heute Abend bin ich wie oefters an den Wochenenden ganz gechillt nach Hause gelaufen.
Ich brauche vom Siam bis zu meinem Haus in gemuetlichem Feierabend Tempo ungefahr eine halbe Stunde. Heute hatte ich noch Andre aus Brasilien mit dabei, weil wir auf halben Wege halt bei einem MC Cafe machen wollten, um etwas Musik auszutauschen und zu reden. Als ich ich meine Tour alleine fortsetzte, begegnete mir wie gewoehnlich eine alte Freundin, die Strassenfrau. Ich sehe sie jeden Tag seit nunmehr drei Monaten, manchmal mehrfach. Sie ist ungefaehr so gross wie ich. Hat ganz lange Finger-und Fussnaegel, filzige zu einem Knoten gebundene Haare, einen wirren Blick und traegt bevorzugt Plastiksaecke, knappe dreckige Schluepfer oder bindet sich irgendwelche Baender um die Glieder. Ihre Lieblingsbeschaeftigung ist es an den Baeumen in der Strasse herum zu zuendeln, irgend welche Stoecke im Erdreich zu versaebken oder mit ausgebreiteten Armen auf dem Buergersteig zu stehen. Von Zeit zu Zeit schnappt sie sich auch eine Strassenkatze, setzt breitbeinig auf den Boden, streichelt und bekuschelt das arme Wesen wirklich exessiv.
Wenn ich die Stelle der Strassenfrau passiert habe, biege ich links ab und gehe eine der kleinen Sois oder Nebengassen entlang. Meistens entscheide ich mich fuer die erste. Seit gut eineinhalb Monaten begegnet mir auf halber Strecke immer ein Muellsack. Dieser Muellsack hat es in sich und das im Ernst nicht nur auf Muell bezogen. Er ist voller Ratten, die sich innendrin, so wie aussenrum und in den Ritzen im Boden und in der Mauer tummeln.
Ich habe ungelogen vor eineinhalb Monaten das erste mal in meinem Leben Ratten in freier Wildbahn gesehen.
Ich bleibe dann oft stehen und beobachte sie etwas und sie beobachten mich. Sehr argwoehnische Tiere. Heute hatten sie etwas Angst, sodass sie auf den Fotos nicht zusehen sind, wobei ich finde, dass die Fotos fuer sich sprechen.

Heute Abend bin ich wie oefters an den Wochenenden ganz gechillt nach Hause gelaufen.
Ich brauche vom Siam bis zu meinem Haus in gemuetlichem Feierabend Tempo ungefahr eine halbe Stunde. Heute hatte ich noch Andre aus Brasilien mit dabei, weil wir auf halben Wege halt bei einem MC Cafe machen wollten, um etwas Musik auszutauschen und zu reden. Als ich ich meine Tour alleine fortsetzte, begegnete mir wie gewoehnlich eine alte Freundin, die Strassenfrau. Ich sehe sie jeden Tag seit nunmehr drei Monaten, manchmal mehrfach. Sie ist ungefaehr so gross wie ich. Hat ganz lange Finger-und Fussnaegel, filzige zu einem Knoten gebundene Haare, einen wirren Blick und traegt bevorzugt Plastiksaecke, knappe dreckige Schluepfer oder bindet sich irgendwelche Baender um die Glieder. Ihre Lieblingsbeschaeftigung ist es an den Baeumen in der Strasse herum zu zuendeln, irgend welche Stoecke im Erdreich zu versaebken oder mit ausgebreiteten Armen auf dem Buergersteig zu stehen. Von Zeit zu Zeit schnappt sie sich auch eine Strassenkatze, setzt breitbeinig auf den Boden, streichelt und bekuschelt das arme Wesen wirklich exessiv.
Wenn ich die Stelle der Strassenfrau passiert habe, biege ich links ab und gehe eine der kleinen Sois oder Nebengassen entlang. Meistens entscheide ich mich fuer die erste. Seit gut eineinhalb Monaten begegnet mir auf halber Strecke immer ein Muellsack. Dieser Muellsack hat es in sich und das im Ernst nicht nur auf Muell bezogen. Er ist voller Ratten, die sich innendrin, so wie aussenrum und in den Ritzen im Boden und in der Mauer tummeln.
Ich habe ungelogen vor eineinhalb Monaten das erste mal in meinem Leben Ratten in freier Wildbahn gesehen.
Ich bleibe dann oft stehen und beobachte sie etwas und sie beobachten mich. Sehr argwoehnische Tiere. Heute hatten sie etwas Angst, sodass sie auf den Fotos nicht zusehen sind, wobei ich finde, dass die Fotos fuer sich sprechen.
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Strassenfrau
Dienstag, 10. November 2009
Nora wird beruehmt
Dienstag, 10. November 2009
5
Ich glaube so langsam habe ich hier schon fast einen gewissen Prominentenstatus erreicht. Das liegt vor allem natuerlich daran, dass ich schon des oefteren hier im Fernsehen war.
Vor ungefaehr zwei Wochen war ich mit meiner Gastmutter in einem Bangkoker Krankenhaus. Dort liegt zur Zeit der Koenig Thailands. Das ganze Land fuehlt mit dem Koenig und ist gewissermassen in Alarmstimmung, dar der Koenig alt und krank ist und es daher so aussieht, als wuerde er bald sterben. AUf dem Vorhof des Krankenhauses befindet sich neben vielen Koenig-Groupies und einem Altar mit Blumen und Raeucherstaebchen auch ein Gebaeude, in dem Buecherausliegen, welche Besucher mit Genesungswueschen und Mitleidsbekundungen fuellen. Es gibt auch diverse uebergrosse Koenigsbilder und eine Altar, vor dem man sich in bestimmter Art und Weise auf dem Boden kniend verbeugen muss. Meine Gastmutter und ich waren nun auch gekommen, um dem Koenig alles Gute zu wuenschen. Das Interesse der Groupies, des Militaers und des dort vorhandenen Fernsehsenders an mir war ziemlich gross. Die Groupies wollten vor Allem Bilder mit sich selbst, dem Koenig, oder besser gesagt seinem Portrait und mir. Die Soldaten oder ich glaube eher irgendwelche hooheren Militaers wollten Schnacken und das Fernsehen hat mich gefilmt. Am naechsten Tag wurde ich von meiner Thai Lehrerin daruf angesprochen und im Buero meines Gastpapas schienen es auch alle gut zu finden, dass ein Farang kommt un dem Koenig seinen Respekt erweist- die Leute dort kennen mich natuerlich nicht ;).
Da der Erfolg von meiner Gastmutter und mir an diesem Tag so gross war, beschlossen sie und mein Gastpapa mit einer Gruppe Austauschschueler in der naechsten Woche wiederzukommen. Diesesmal waren eine ganze Horde Presseleute da, die uns Interviewt haben. Ich musste schliesslich fuer ich glaube drei Fernsehsender und darunter ASTV (sehr "serioes" und "koenigstreu") Interviews auf Thai geben. Ich habe eigentlich nur gesagt, dass wir dem Koenig eine starke Gesundheit wuenschen, dass er schnell wieder gesund wird (und so weiter) und dass wir ihn wirklich alle lieb haben.
Ich habe mich leider nicht selber im Fernsehen bewundern koennen, da ich mit meiner Ma eine Bootstour gemacht habe, im Anschluss wirklich sehr gut thailaendisch gegessen habe und mir schliesslich ein Laptop gekauft haben. Ein wirklich erlebnisreicher Tag :D
Vor ungefaehr zwei Wochen war ich mit meiner Gastmutter in einem Bangkoker Krankenhaus. Dort liegt zur Zeit der Koenig Thailands. Das ganze Land fuehlt mit dem Koenig und ist gewissermassen in Alarmstimmung, dar der Koenig alt und krank ist und es daher so aussieht, als wuerde er bald sterben. AUf dem Vorhof des Krankenhauses befindet sich neben vielen Koenig-Groupies und einem Altar mit Blumen und Raeucherstaebchen auch ein Gebaeude, in dem Buecherausliegen, welche Besucher mit Genesungswueschen und Mitleidsbekundungen fuellen. Es gibt auch diverse uebergrosse Koenigsbilder und eine Altar, vor dem man sich in bestimmter Art und Weise auf dem Boden kniend verbeugen muss. Meine Gastmutter und ich waren nun auch gekommen, um dem Koenig alles Gute zu wuenschen. Das Interesse der Groupies, des Militaers und des dort vorhandenen Fernsehsenders an mir war ziemlich gross. Die Groupies wollten vor Allem Bilder mit sich selbst, dem Koenig, oder besser gesagt seinem Portrait und mir. Die Soldaten oder ich glaube eher irgendwelche hooheren Militaers wollten Schnacken und das Fernsehen hat mich gefilmt. Am naechsten Tag wurde ich von meiner Thai Lehrerin daruf angesprochen und im Buero meines Gastpapas schienen es auch alle gut zu finden, dass ein Farang kommt un dem Koenig seinen Respekt erweist- die Leute dort kennen mich natuerlich nicht ;).
Da der Erfolg von meiner Gastmutter und mir an diesem Tag so gross war, beschlossen sie und mein Gastpapa mit einer Gruppe Austauschschueler in der naechsten Woche wiederzukommen. Diesesmal waren eine ganze Horde Presseleute da, die uns Interviewt haben. Ich musste schliesslich fuer ich glaube drei Fernsehsender und darunter ASTV (sehr "serioes" und "koenigstreu") Interviews auf Thai geben. Ich habe eigentlich nur gesagt, dass wir dem Koenig eine starke Gesundheit wuenschen, dass er schnell wieder gesund wird (und so weiter) und dass wir ihn wirklich alle lieb haben.
Ich habe mich leider nicht selber im Fernsehen bewundern koennen, da ich mit meiner Ma eine Bootstour gemacht habe, im Anschluss wirklich sehr gut thailaendisch gegessen habe und mir schliesslich ein Laptop gekauft haben. Ein wirklich erlebnisreicher Tag :D
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Fernsehen
Loykrathong: Das Lichterfest in Thailand


Vor gut einer Woche haben wir hier in Thailand das Lichterfest oder auch Loykrathong gefeiert. Ein Krathong ist eine art kleines Boetchen, das je nach Lust und Laune mit Blumen Kerzen oder was auch immer geschmueckt wird. Eine Freundin aus der Schule war sehr kreativ und hat ihr Krathong aus Gemuese gebaut. Loy bedeutet so etwas wie schweben oder gleiten. Der Sinn des Festes ist, alle Sorgen, Probleme und schlechten DInge, die einen so bedruecken mit dem Krathong dem Fluss zu uebergeben, welcher sie dann hinfort traegt. Ein wie ich finde sehr schoener Brauch. Hier in Bangkok versammelt sich dann alles abends, wenn es dunkel ist am Chao Phraya dem grossen Fluss, welcher die Stadt durchfliesst. Man isst, unterhaelt sich, zuendet Feuerwerkskoerper und laesst natuerlich seine Sorgen mit dem Krathong den FLuss hinabtreiben. Ich habe bereits auf zahlreichen Bildern das wunderschoene Lichtermeer bewundert. Leider konnte ich an diesem Spektakel nicht teilnehmen. Dafuer verbrachten einige der anderen Austauschschueler in einer wunderschoenen Villa im traditionell thailaendischen Stil. Das Haus gehoert einem schwerreichen Rotarier, der auf seinem Anwesen mal eine Loykrathongparty fuer seine rotarischen Freunde und uns geschmissen hat. Die Franziska und ich haben auch wie sich das gehoert ein traditionelles Thaidress angezogen. Meins stammte von meiner Gastmutter und war wirklich ein Traum in Rosa. Ich habe auch etwas Geige gespielt, wofuer ich extra die A-Saite reparieren lassen und einen neuen 1000 Baht teuren Bogen gekauft habe. Leider war das Mikrophon sehr schlecht und hat total gequietscht. Naja Franzi und ich waren die Stars des Abends ;)
Am Montag danach wurde Loykrathong in der Schule gefeiert. Die einzelnen Klassen hatten Essens-oder Spielstaende organisiert. Ich habe mir am Morgen hohe Schuhe von meiner Gastmutter geborgt. An den Schultagen zuvor hatte bereits eine Art Lauftraining stattgefunden, da es eine Art Thaidressmo9denschau, sowie einen Schoenheitswettbewerb gab. Ich hatte das auf Hohenschuhelauftraining leider verpasst, aber ich finde ich bin, dafuer dass ich praktisch nie Highheels trage wirklich gar nicht so wackelich gelaufen. Aber dazu spaeter. Gegen Mittag musste ich erstmal eingekleidet und geschminkt werden, sowie eine mit meinen Harren sehr ulkige Frisur gezaubert werden. Das hat eine Ewigkeit gedauert. Aber eine noch groessere Ewigkeit, war die Zeit bis zum Beginn des Wettbewerbs beziehungsweise der Show. Ich bin also den ganzen Tag im extrem unbequemen und engen Thaidress, sowie extrem enger Schuhe herum gelaufen. Ihr wollt gar nicht wissen wie geil meine Fuesse ausgesehen haben. Ich hatte auch ein wirklich cooles Accessoire. Eine Art Ueberhaengeschal aus Gold und mit irgendwelchen Steinchen drin- handgefertigt wohlgemerkt. War das teuerste was es gab so 20 000 Baht also 400 Euro. Ich habe den ganzen Tag ueber komplimente gekriegt, obwohl mein Gesicht total angemalt aussah- ein bisschen clownsmaessig irgendwie. Da ich so zu sagen als Star des Abends vorgesehen war, musste ich ganz zum Schluss auf den Laufsteg und schliesslich ein paar Fragen auf Thai beantworten, die ich aber schon vorher wusste. Ich war ganz aufgeregt so vor ueber 1000 Menschen zu reden und haben auch den ein oder anderen Fehler gemacht. Es ging darum zu sagen was Loykrathong ist und was ich spaeter zu Hause darueber erzaehlen werde. Ganz kurz nur drei vier Saetze. Aber Thai ist wirklich nicht ganz einfach... ein bisschen frustrierend sogar. Aber ich war total erleichtert, als alles vorbei war. Am Ende haben mich ein paar Freunde mit zur Party der CHulalongkorn Universitaet (beste Uni Thailands) gleich nebenan mitgenommen. dort haben wir Wunderkerzen angezuendet, wirklich coole Bilder gemacht und meinen Krathong, mit dem ich ueber den Laufsteg gegangen bin aufs Wasser gesetzt. Meine Freunde meinten, dass mich wirklich jeder anstarrt. Inzwischen hatte ich die Kleidung gewechselt und meine Haare befreit, welche nun wild durcheinander wuschelten. Muss ein wirklich ulkiges Bild abgegeben haben, zumal das ganze Make-up noch drauf war.
Am Ende des Tages war ich furchtbar gluecklich. Die Woche zuvor und manchmal jetzt noch sieht das anders aus. Das ist einfach, weil ich die Gewissheit habe, diese Sprache Thai nie so wirklich behersschen zu koennen. Es ist extrem schwer sich da einzuhoeren und durchzusteigen, einfach weil es ein total anderes System ist und man sich auch irgendwie ganz anders ausdrueckt.
Es war aber eine total tolle Erfahrung bei dieser Schulaktion mitmachen zu duerfen und zweimal ein Thaidress anzuziehen und ich bin sehr dankbar dafuer. :D
FOTOS BEI PICASA GIBT ES HIER
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| Loykrathong: Das Lichterfest in Thailand |
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Loykrathong
Montag, 12. Oktober 2009
Moo Ban Dek/ oder 10 Tage im Jungle
Montag, 12. Oktober 2009
4
Hallo allerseits!
Ich blogge wieder!
Die letzten 10 tage durfte ich mit neun anderen Austauschschuelern im Jungle verbringen. Wir waren als Freiwillige in einem Kinderheim stationiert. Unsere Aufgabe bestand im wesentlichen daraus, mit sehr vielen, kleinen, unerzogenen Kindern/ Blagen zu spielen und Programm zu organisieren. So weit zu den Formalien, die Praxis sah etwas anders aus. Unsere Unterkunft bestand aus vier Hauesern im traditionell thailaendischen Stil. Das bedeutet, dass sie in ungefaehr drei Metern Hoehe UEBER dem Boden gebaut sind und wegen der permanenten Hitze auch sehr offen.
Das mit dem auf Baumstaemmen bauen macht in so fern echt Sinn, da Thaihaeuser in aller Regel nicht weit von Fluessen stehen und diese nicht selten Hochwasser fuehren. In unserem Fall bedeutet nah am Wasser direkt neben einem ziemlich grossen Fluss mit Staudamm und wunderschoenem Blick, sowie alltaeglichen Badespasszeremonien im erfrischendem Nass. Einmal war auch eine Hochwasseruebung, nur fuer den Fall, dass der Damm bricht. War sehr witzig, mit den Kleinen auf einen Berg zu rennen, also mit einer riesen Horde Kleiner...
Wir haben im Prinzip maximal zwei oder drei Stunden pro Tag etwas mit den Kindern gemacht, da es wirklich, wirklich anstrengend war sie zu beschaeftigen. Unsere Spiele und geplanten Aktivitaeten waren auch praktisch nicht durchfuehrbar, da die Kinder nach einiger Zeit immer anfingen uns zu beklettern, anzuspringen und als Pferde zu benutzen. Sie hatten ohnehin sehr wenig Respekt. Beispiel: Angela aus den USA hatte Geburtstag und wir haben in Kanjanaburi, der naechsten Stadt, eine Torte besorgt. Dana, eine westliche Englischlehrerin aus London hatte sich netterweise dazu bereit erklaert, den Kuchen in ihrem Kuehlschrank zwischenzulagern. Am naechsten Tag dann die 'Ueberraschung'. Der Kuchen war weg, bzw. eher im Zimmer verstreut und aufgegessen und als nette Hinterlassenschaft ein Haufen Scheisse in dem Chaos. Danke Kinder.
Wahrscheinlich liegt das einfach daran, dass es zu wenig Personal gibt, obwohl die Situation in dem Kinderheim sehr gut ist. Die Kinder werden geradezu mit Geschenken und Kram ueberhaeuft! Es gibt auch ganz guten Unterricht und Foerderung, alles eher alternativ angehaucht, aber im Grunde echt gut. Man hat uns allerdings am Anfang gesagt, dass die meisten Kinder irgendwie einen Knacks haben...
Nun zurueck zu den angenehmen Dingen. Ich nehme es schonmal vorweg, wir hatten unheimlich viel Spass.
Ich meine, man stecke zehn Jugendliche in vier Haueser abgeschieden im Jungle, versorge sie mit wirklich ganz leckerem Essen und lasse sie sonst praktisch tun und lassen, was sie wollen!
Morgens haben wir es eigentlich immer hingekriegt vor neun oder zehn aufzustehen. Dann gab es Fruestueck und anfangs sind wir auch noch alle munter ins Flusswasser gehopst, aber es wurde irgendwann zu muesehlig die zahlreichen Miniblutegel abzusammeln, welche man bekam, da der Fluss morgend kaum Wasser fuehrt und praktisch still steht. Der Vormittag war immer unterschiedlich. Einmal haben wir mit den aelteren Kindern gerbartikt, zwei andere Male geholfen ein Haus zu bauen und dabei so das ein oder andere sehr ekelige und durchaus giftige Getier zu Tage befoerdert. Nachmittags wurde gespielt, was der eigentliche Hauptgrund unserer Anwesenheit war. Ich persoenlich habe es zu meiner Schande des oefteren bevorzugt mit einigen anderen in die 50 Minuten entfernte Stadt Kanjanaburi zu fahren, Suessigkeiten und Obst einzukaufen und zu chillen. Ich hab da jetzt auch eigentlich kein schlechtes Gewissen, habe wirklich viel fuer die Schatzsuche geplant und irgendwer musste ja die Kuchen kaufen, die Suessigkeiten fuer die Kinder und fuer uns, sowie fuer eine gesunde auf Obst basierende Ernaehrung achten, also...
Abends, wurde gechillt, Musik gehoert, Filme auf den mitgebrachten Laptops gesehen, Party gemacht und schliessilich auf einem grossen Haufen draussen unterm Sternenhimmel genaechtigt und von einer Unmenge Muecken und Ameisen terrorisiert. Auf Grund der offenen Bauweise unserer Haueser war es auch ganz egal, ob man nun draussen geschlafen hat oder drinnen. Es gab ueber all sehr dicke Speinnen, Gottesanbeterinnen (oder so aehnlich) und giftgruene riesen Grashuepfer...
Am letzten wirklichen Tag sind wir zum Erawan Wasserfall gefahren. Wir sind ganz frueh gestartet, um nicht mit den grossen Touristenstroemen zu kollidieren. Es ist auch einfach ein wunderschoener Ort. Man kann auch fuer ich glaube 30 Baht also 60 Cent pro person campen.
Der Wasserfall hat 7 Etagen und wir sind ganz nach oben geklettert. Das ist ein ziemlihes Abenteuer und nicht ganz ungefaherlich. Aber Es lohnt sich und es ist einfach wunderschoen (Bilder folgen).
Man muss eine ziemliche schweisstreibende Kletterpatie hinlegen, bis man oben ist. Das Wasser ist ueberall tuerkisblau und es gibt eine menge Fische. Eine kleine Sorte saugt an einem, wenn man zu nah am Rand ist. Das ist eigentlich gesund und reinigend, hat mir aber irgendwie Angst gemacht.
Abschliessend kann ich nur sagen, das wir alle eine prima Zeit vielleicht eine der geilsten und der besondersten bisher, da die meisten nie so wohnen koennen und so einen mords Spass hat man auch nicht immer ;D
PS: Moo Ban Dek ist meiner Meinung nach eine wirklich lohnenswerte und gute Einrichtung. Es soll nicht so klingen, als ob das Gegenteil der Fall ist. Ihr koennt euch mit einem Blick auf die Wesite selbst davon ueberzeugen. Mir hat das Konzept und auch die Umsetzung im Grunde serh Gefallen und alle dort geben ihr Bestes!
Ich blogge wieder!
Die letzten 10 tage durfte ich mit neun anderen Austauschschuelern im Jungle verbringen. Wir waren als Freiwillige in einem Kinderheim stationiert. Unsere Aufgabe bestand im wesentlichen daraus, mit sehr vielen, kleinen, unerzogenen Kindern/ Blagen zu spielen und Programm zu organisieren. So weit zu den Formalien, die Praxis sah etwas anders aus. Unsere Unterkunft bestand aus vier Hauesern im traditionell thailaendischen Stil. Das bedeutet, dass sie in ungefaehr drei Metern Hoehe UEBER dem Boden gebaut sind und wegen der permanenten Hitze auch sehr offen.
Das mit dem auf Baumstaemmen bauen macht in so fern echt Sinn, da Thaihaeuser in aller Regel nicht weit von Fluessen stehen und diese nicht selten Hochwasser fuehren. In unserem Fall bedeutet nah am Wasser direkt neben einem ziemlich grossen Fluss mit Staudamm und wunderschoenem Blick, sowie alltaeglichen Badespasszeremonien im erfrischendem Nass. Einmal war auch eine Hochwasseruebung, nur fuer den Fall, dass der Damm bricht. War sehr witzig, mit den Kleinen auf einen Berg zu rennen, also mit einer riesen Horde Kleiner...
Wir haben im Prinzip maximal zwei oder drei Stunden pro Tag etwas mit den Kindern gemacht, da es wirklich, wirklich anstrengend war sie zu beschaeftigen. Unsere Spiele und geplanten Aktivitaeten waren auch praktisch nicht durchfuehrbar, da die Kinder nach einiger Zeit immer anfingen uns zu beklettern, anzuspringen und als Pferde zu benutzen. Sie hatten ohnehin sehr wenig Respekt. Beispiel: Angela aus den USA hatte Geburtstag und wir haben in Kanjanaburi, der naechsten Stadt, eine Torte besorgt. Dana, eine westliche Englischlehrerin aus London hatte sich netterweise dazu bereit erklaert, den Kuchen in ihrem Kuehlschrank zwischenzulagern. Am naechsten Tag dann die 'Ueberraschung'. Der Kuchen war weg, bzw. eher im Zimmer verstreut und aufgegessen und als nette Hinterlassenschaft ein Haufen Scheisse in dem Chaos. Danke Kinder.
Wahrscheinlich liegt das einfach daran, dass es zu wenig Personal gibt, obwohl die Situation in dem Kinderheim sehr gut ist. Die Kinder werden geradezu mit Geschenken und Kram ueberhaeuft! Es gibt auch ganz guten Unterricht und Foerderung, alles eher alternativ angehaucht, aber im Grunde echt gut. Man hat uns allerdings am Anfang gesagt, dass die meisten Kinder irgendwie einen Knacks haben...
Nun zurueck zu den angenehmen Dingen. Ich nehme es schonmal vorweg, wir hatten unheimlich viel Spass.
Ich meine, man stecke zehn Jugendliche in vier Haueser abgeschieden im Jungle, versorge sie mit wirklich ganz leckerem Essen und lasse sie sonst praktisch tun und lassen, was sie wollen!
Morgens haben wir es eigentlich immer hingekriegt vor neun oder zehn aufzustehen. Dann gab es Fruestueck und anfangs sind wir auch noch alle munter ins Flusswasser gehopst, aber es wurde irgendwann zu muesehlig die zahlreichen Miniblutegel abzusammeln, welche man bekam, da der Fluss morgend kaum Wasser fuehrt und praktisch still steht. Der Vormittag war immer unterschiedlich. Einmal haben wir mit den aelteren Kindern gerbartikt, zwei andere Male geholfen ein Haus zu bauen und dabei so das ein oder andere sehr ekelige und durchaus giftige Getier zu Tage befoerdert. Nachmittags wurde gespielt, was der eigentliche Hauptgrund unserer Anwesenheit war. Ich persoenlich habe es zu meiner Schande des oefteren bevorzugt mit einigen anderen in die 50 Minuten entfernte Stadt Kanjanaburi zu fahren, Suessigkeiten und Obst einzukaufen und zu chillen. Ich hab da jetzt auch eigentlich kein schlechtes Gewissen, habe wirklich viel fuer die Schatzsuche geplant und irgendwer musste ja die Kuchen kaufen, die Suessigkeiten fuer die Kinder und fuer uns, sowie fuer eine gesunde auf Obst basierende Ernaehrung achten, also...
Abends, wurde gechillt, Musik gehoert, Filme auf den mitgebrachten Laptops gesehen, Party gemacht und schliessilich auf einem grossen Haufen draussen unterm Sternenhimmel genaechtigt und von einer Unmenge Muecken und Ameisen terrorisiert. Auf Grund der offenen Bauweise unserer Haueser war es auch ganz egal, ob man nun draussen geschlafen hat oder drinnen. Es gab ueber all sehr dicke Speinnen, Gottesanbeterinnen (oder so aehnlich) und giftgruene riesen Grashuepfer...
Am letzten wirklichen Tag sind wir zum Erawan Wasserfall gefahren. Wir sind ganz frueh gestartet, um nicht mit den grossen Touristenstroemen zu kollidieren. Es ist auch einfach ein wunderschoener Ort. Man kann auch fuer ich glaube 30 Baht also 60 Cent pro person campen.
Der Wasserfall hat 7 Etagen und wir sind ganz nach oben geklettert. Das ist ein ziemlihes Abenteuer und nicht ganz ungefaherlich. Aber Es lohnt sich und es ist einfach wunderschoen (Bilder folgen).
Man muss eine ziemliche schweisstreibende Kletterpatie hinlegen, bis man oben ist. Das Wasser ist ueberall tuerkisblau und es gibt eine menge Fische. Eine kleine Sorte saugt an einem, wenn man zu nah am Rand ist. Das ist eigentlich gesund und reinigend, hat mir aber irgendwie Angst gemacht.
Abschliessend kann ich nur sagen, das wir alle eine prima Zeit vielleicht eine der geilsten und der besondersten bisher, da die meisten nie so wohnen koennen und so einen mords Spass hat man auch nicht immer ;D
PS: Moo Ban Dek ist meiner Meinung nach eine wirklich lohnenswerte und gute Einrichtung. Es soll nicht so klingen, als ob das Gegenteil der Fall ist. Ihr koennt euch mit einem Blick auf die Wesite selbst davon ueberzeugen. Mir hat das Konzept und auch die Umsetzung im Grunde serh Gefallen und alle dort geben ihr Bestes!
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